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Cannabinoide – was ist das und was bewirken sie?

Du hast bestimmt schon einmal von Cannabinoiden gehört? CBD und THC sind zwei der bekanntesten Arten, doch da gibt es noch viel mehr. Cannabinoide kommen in Cannabis Sativa vor, der klassischen Hanfpflanze, aus der auch Cannabis hergestellt wird. Sie haben die Fähigkeit, mit den Cannabinoid-Rezeptoren im menschlichen Gehirn zu interagieren. Welche Cannabinoide es gibt und was sie bewirken, kannst du hier erfahren!

Die drei Arten von Cannabinoiden – die musst du kennen

Cannabinoide sind eine synthetische oder natürliche Verbindung, die einen Einfluss auf das Endocannabinoid-System von Mensch und Tier haben können. Das bekannteste Cannabinoid ist δ tetrahydrocannabinol, besser bekannt als THC. Gruppieren lassen sich Cannabinoide wie folgt:

  • Synthetische Cannabinoide: Hierbei handelt es sich um künstlich nachgebildete Cannabinoide.
  • Endocannabinoide: Damit sind Cannabinoide gemeint, die dein Körper selbständig produziert.
  • Phytocannabinoide: Hiermit sind die von der Cannabispflanze produzierten Cannabinoide gemeint.

Die meisten Menschen denken beim Begriff “Cannabinoide” automatisch an Cannabis Sativa und damit an THC. Tatsächlich ist Tetrahydrocannabinol nur eines von über 140 Cannabinoiden, die aus der Hanfpflanze gewonnen werden können. Die Wirkungen sind völlig unterschiedlich, anders als THC hat zum Beispiel Cannabidiol keine psychogene Wirkung.

Das Cannabinoid Delta-9-THC – in Deutschland verboten

Mit seiner psychoaktiven Wirkung ist Delta-9-THC das wohl bekannteste Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Es stimuliert die Endocannabinoid-Rezeptoren im menschlichen Körper und hat so vielfältige Wirkungen. Aus medizinischer Sicht wird es zur Schmerzlinderung eingesetzt. Die Forschung hat bereits vielfältige Studien zu THC veröffentlicht, so dass in Deutschland sogar eine Verordnung auf Rezept möglich ist.

Wenn Patienten bei der Behandlung diverser Erkrankungen keine Linderung mit ihren Medikamenten erfahren, kann ein THC-haltiges Mittel vom Arzt verordnet werden. Da die Reaktionen des Körpers auf die Psychoaktivität nicht immer eingeschätzt werden können, darf die Behandlung nur auf Verordnung erfolgen. In Deutschland wird geplant, THC künftig zu legalisieren.

CBD - das zweitbekannteste Cannabinoid

Unter den legalen Cannabinoiden gehört CBD zu den wichtigsten. Es entstammt Pflanzen mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,3 %. Diese Pflanzen werden speziell gezüchtet, um daraus CBD-Produkte herzustellen. Da aufgrund der CBD-Verwendung keine Beeinträchtigung der Wahrnehmung zu erwarten ist und es keinen psychogenen Effekt gibt, ist CBD legal.

Eingesetzt wird es in verschiedenen Bereichen, Studien sind noch nicht ausgereift genug, um die Wirkung vollständig zu belegen. Es scheint, dass Cannabidiol mit den CB1-Rezeptoren des Körpers interagiert. Diese befinden sich im Herz-Kreislauf-System, im Nervensystem und im Gehirn. Auch auf den CB2- Rezeptor hat CBD einen Einfluss, er dient vor allem der Stärkung des Immunsystems.

Die Vorstufe von CBD ist CBDa und auch sie zeichnet sich durch positive Effekte aus. Seit der Entdeckung setzen Hersteller von CBD-Produkten vor allem auf Vollspektrum-Produkte. Sie enthalten nicht nur reines CBD, sondern auch CBDa und weitere Cannabinoide.

Cannabichromen - CBC bringt einige Benefits mit sich

Neben CBD und THC ist Cannabichromen das am häufigsten in der Cannabispflanze vorkommende Cannabinoid. Ebenso wie CBD wirkt es nicht psychoaktiv, soll aber Vorteile für den menschlichen Organismus haben. Die Art und Weise der Wirkung ist noch nicht so breitflächig erforscht wie bei THC und CBD. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass womöglich ein Einfluss auf das Tumorwachstum in menschlichen Organen denkbar wäre. Zumindest im Tiermodell konnte CBC die Vermehrung von Krebszellen hemmen.

Bei Mäusen konnte außerdem nachgewiesen werden, dass CBC in höherer Dosierung gegen Depressionen wirken kann. Es müssen noch einige Forschungen betrieben werden, bevor hier wirklich eine Struktur und valide Ergebnisse erkennbar sind. Bislang basieren die Erfahrungen mit CBC fast ausschließlich auf Nutzerberichten.

Cannabigerol - CBG als Vorstufe von THC, CBC und CBD

CBG entsteht in der Hanfpflanze, bevor sich später die bekannteren Cannabinoide durch Weiterverarbeitung entwickeln. Es wird als interessant beachtet, da es diverse positive Einflüsse auf den menschlichen Körper haben soll. Bei THC ist bekannt, dass es den Augeninnendruck bei der Alterserkrankung Glaukom verändern (senken) kann. Bei CBG wird von ähnlichen Wirkungen auf den Augendruck ausgegangen.

In Tierversuchen mit Cannabis und insbesondere CBG konnte gezeigt werden, dass bei Mäusen der Augeninnendruck gesenkt wurde. Medikamente mit dem gleichen Zweck haben oft starke Nebenwirkungen. Wenn es nun gelingt, über die Cannabinoid-Rezeptoren und ein Phytocannabinoid eine Therapie gegen das Glaukom zu entwickeln, lassen sich Nebenwirkungen reduzieren oder gar vermeiden. Das ist einer der Gründe, warum der Wirkstoff derzeit sehr intensiv erforscht wird.

Cannabinol – CBN ist auf dem Vormarsch

Wenn es um bekannte Cannabinoide geht, wird immer häufiger von CBN gesprochen. Es handelt sich um einen Metabolit von klassischem THC, der vor allem bei alten Pflanzen vorkommt. Obwohl CBN nicht als psychoaktiv eingestuft wird, haben Substanzen mit diesem Cannabinoid eine stark beruhigende Wirkung.

Auch hier basiert die überlieferte Wirksamkeit bislang primär auf Erfahrungsberichten. So soll CBN beispielsweise als Appetitanreger dienen, den Schlaf verbessern, bakterielles Wachstum verringern und den Fortschritt der neurodegenerativen Erkrankung ALS hemmen.

Synthetische Cannabinoide – ist das überhaupt legal?

CBD, CBN, CBC – sie alle sind Cannabinoide der klassischen Hanfpflanze und haben keinen psychogenen Effekt. Damit sind sie (derzeit) legal auf dem Markt verfügbar und du darfst sie kaufen. Der Hauptwirkstoff ist fast immer CBD, Wirkstoffe wie CBC und CBN sind nur zusätzlich enthalten. Da bekannt ist, dass in dieser Form nicht mit berauschenden Eigenschaften bei Säugetieren zu rechnen ist, muss kein Verbot erfolgen.

Anders sieht es allerdings mit den sogenannten “Legal-Highs” aus, wie sie fälschlicherweise bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um Mischungen aus Kräutern, denen synthetische Cannabinoide zugesetzt wurden. Sie haben Namen wie:

  • JWH 018, JWH 200, JWH 073
  • UR 144, XLR 11
  • Hu 210, AM 2201

Die Einnahme dieser synthetischen Cannabinoide kann stark negative Folgen haben. Daher sind sie verboten, selbst wenn das Produkt vermeintlich legal als “Duftkissen” angeboten wird. Das bekannteste synthetische Cannabinoid ist die Modedroge Spice. Sie soll die Wirkung von δ 9 – THC simulieren, kann aber je nach Hersteller mit unterschiedlichen Lebensgefährlichen und für den Körper schädlichen synthetischen Cannabinoiden gestreckt sein. Spice wurde 2009 nicht grundlos verboten!

So wirken Cannabinoide aus Sicht der Medizin

Bei Endocannabinoiden handelt es sich um Cannabinoide, die vom menschlichen Körper selbstständig hergestellt werden. Dieses Wissen deutet darauf hin, dass Cannabinoid-Verbindungen vom Körper verstanden werden. So lässt sich der Effekt von Cannabinoiden bei der Anwendung erklären.

Entscheidend ist dabei das Endocannabinoid-System des Menschen. Es verfügt über 2 wichtige Rezeptoren, den CB1-Rezeptor und den CB2-Rezeptor.

Der CB1-Rezeptor ist im zentralen Nervensystem besonders dominant. Er spielt eine Rolle bei neurodegenerativen Erkrankungen wie ALS, Demenz und Parkinson. Der CB2-Rezeptor sitzt im Verdauungssystem, im Immunsystem und in zahlreichen Drüsen des Körpers. Wirken Cannabinoide hier, kann sich das positiv auf verschiedene gesundheitliche Beschwerden auswirken.

Sind Cannabinoide legal?

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da es auf die Funktionen der jeweiligen Cannabinoide ankommt. Die meisten synthetischen Cannabinoide sind verboten, sie haben mit Hanf eigentlich nichts zu tun. Auch δ 9 – THC ist in den meisten Ländern Europas in der Regel verboten. Es gibt nur wenige Ausnahmen wie die Niederlande oder einige Kanarische Inseln.

Anders sieht es mit Substanzen wie CBD, CBN, CBG usw. aus. Diese Cannabinoide sind Verbindungen aus der Hanfpflanze, können als Blüte, Harz oder Öl erworben werden. Die Eigenschaften sind vielfältig, allerdings haben sie alle eines gemeinsam: Die fehlende psychoaktive Wirkung. Es ist praktisch unmöglich, mit Cannabinoiden wie CBD einen Rauschzustand auszulösen.

Die Gesetzgebung schreibt vor, dass der THC-Gehalt bei maximal 0,2 % liegen darf. Der Wirkstoff müsste folglich in unbezahlbaren Mengen eingenommen werden, um bei einem erwachsenen Menschen einen leichten Rausch hervorzurufen. Da dies nur theoretisch funktioniert, sind Cannabinoide ohne THC in Deutschland und weiten Teilen Europas legal!